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Nordrhein-Westfalen

Familiengeschichte(n) - |Menschen und Migration in Minden

Tandem:
Mindener Museum für Geschichte, Landes- und Volkskunde
Hauptschule Minden-Süd

In dem Projekt gehen die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe der Hauptschule Minden-Süd der Frage nach, was Geschichte mit dem eigenen Leben zu tun hat. Beim Thema Migration wird deutlich, dass Familiengeschichte die großen historischen Entwicklungen spiegelt und daher ihren Platz in der Stadtgeschichte finden muss. Anhand ausgewählter Objekte lernen die Jugendlichen in einem ersten Schritt, dass Migration eher die historische Regel als die Ausnahme ist: Im Grunde sind wir alle Migranten und Migrantinnen. Dieses Erkennen ermöglicht es, sich mit der Stadt Minden und ihrer Geschichte zu identifizieren.

In einem zweiten Schritt erkunden die Schüler im Rahmen des Geschichtsunterrichts ihre eigene Herkunft. Viele von ihnen gehören zu den "neuen" Migranten aus der Türkei oder der ehemaligen Sowjetunion. In Interviews mit Eltern und Großeltern erforscht die Klasse die Familiengeschichte der letzten Generationen. Die Ergebnisse werden in Dossiers festgehalten, die zusammen mit Präsentationsideen dem Museum überreicht und in den Planungsprozess der neuen stadtgeschichtlichen Dauerausstellung eingespeist werden.